Tequila

Tequila shots© theluxuryspot.com

Tequila ist ein regional spezifischer Name für Mezcal aus Mexico. Er wird aus der blauen Agave gewonnen, die rund um die der Stadt Tequila im Bundesstaat Jalisco zu finden ist. Die dortigen roten vulkanischen Böden sind besonders gut für den Anbau der blauen Agave geeignet.

Mit der Anbauregion ändern sich auch Aroma und Geschmack der Agave Tequilana: in der Hochlandregion ist die Agave süßer, im Flachland würziger. Pro Jahr werden mehr als 300 Millionen dieser Pflanzen geerntet.

Der Mexikanische Gesetzgeber legt fest, dass Mezcal die Bezeichnung Tequila nur im Bundesstaat Jalisco und in einigen Gemeinden der Bundesstaaten Guanajuato, Michoacán, Nayarit und Tamaulipas erhalten darf. Die Aufsichtsbehörde Consejo Regulador del Tequila überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und vergibt einen Identifizierungscode, der auf den Flaschenetiketten zu finden ist.

Welche Geschichte steht hinter dem mexikanischen Nationalgetränk?

Tequila Agaven Ernte© bwbx.io

Der erste Tequila wurde erstmals im 16. Jahrhundert in der Nähe der Stadt Tequila von den Spaniern hergestellt. Zuvor hatten die alten Azteken ein Getränk aus der Agave Pflanze entwickelt bzw. die Agavenherzen gekaut. Mit der Übersiedlung der spanischen Einwanderer begannen diese die Agave-Pflanze zu destillieren um so erste „einheimische Spirituosen“ in der neuen Welt herzustellen.

Wer begann die Produktion von Tequila?

Ab dem 17. Jahrhundert begann Don Pedro Sánchez de Tagle in der ersten Fabrik im Gebiet des heutigen Jalisco mit der Massenproduktion von Tequila. Der spanische König Carlos IV gewährte der Familie Cuervo die erste Lizenz zum Handel mit Tequila.

Schließlich war es Don Cenobio Sauza – Gründer des Sauza Tequila und Gemeindepräsident von Tequila – der als erster Tequila in die Vereinigten Staaten exportierte. Dank ihm wurde der Name von „Tequila Extract" für den amerikanischen Markt auf "Tequila" verkürzt.

Piña als Herzstück des Tequilas

Tequila Pina© huffpost.com

Durch das regelmäßige Trimmen der Quiotes (ein mehrere Meter hoher Stiel in der Mitte der Agave) verhindern die jimadores (Farmer), dass die Agave blüht und damit frühzeitig abstirbt.

Die jimadores schneiden mit dem coa – einem Kreismesser an einer langen Stange – sorgfältig die Blätter aus dem saftigen Herzstück: der piña. Wird zu spät oder zu früh geerntet, haben die piñas nicht die richtige Menge an Kohlenhydraten für die Gärung produziert.

Nach der Ernte werden die piñas langsam in Öfen gebacken, um ihre komplexe Stärke in einfachen Zucker umzuwandeln. Danach werden sie entweder geschreddert oder unter dem Tahona – einem großen Steinrad – püriert. Die Fasern (bagazo) werden danach noch von manchen Herstellern wiederverwendet.

Eine kleine Menge der bagazo wird in Gärtanks hinzugefügt, um einen stärkeren Agave Geschmack im Endprodukt zu erzeugen.

Tequila Reifung© jackdaniels.com

Wie wird Tequila hergestellt?

Der extrahierte Agavensaft gärt für mehrere Tage entweder in großen Holz- oder Stahltanks. Die daraus entstehende Würze mit niedrigen Alkoholgehalt (mosto) wird anschließend noch einmal destilliert um ordinario zu produzieren.

Nach einer zweiten Destillation ist der klare Silver Tequila fertig. Einige Erzeuger destillieren das Produkt sogar ein drittes Mal.

Doch die dritte Destillation betrachten viele als einen groben Fehler, da so zu viel Aroma aus dem Tequila entfernt wird.

Abschließend wird der Tequila entweder in Flaschen, abgefüllt und als Silver Tequila verkauft oder in Holzfässern zur Reifung gelagert. So entstehen dann die anderen Tequilas Gold, Reposado, Anejo und Extra Anejo.

Wie unterschieden sich die Agaven-Regionen im Geschmack des Tequila?

In der Regel sind die Geschmacksunterschiede zwischen den Tief und Hochland-Agaven herauszuschmecken.

Pflanzen aus dem Hochland wirken oft süßer und geben einen fruchtigeren Tequila, während Tiefland-Agaven dem Tequila einen erdigeren und würzigeren Geschmack verleihen.

Wie viele verschiedene Arten von Tequila gibt es?

Tequila wird anhand von zwei Kategorien unterschieden. Der Mixto enthält mindestens 51 % Zucker aus der blauen Agave – der Rest ist in der Regel Rohrzucker. Beim Mixto gelten geringere Transport und Reifeauflagen als beim 100 % Agave azul, welcher aus 100 % blauer Agave bestehen muss. Damit dies so bleibt und nicht verfälscht wird, dürfen Fässer nur im Beisein des Consejo Regulador del Tequila geöffnet und abgefüllt werden.

Don Julio Reposado Tequila
Don Julio Reposado Tequila

Die verschiedenen Reifephasen geben dem Tequila dann seinen Namenszusatz. Dieser ist entweder spanisch oder englisch:

  • Tequila blanco/ silver
    der klare bzw. weiße Tequila wird direkt nach der Destillation abgefüllt.
  • Tequila gold/ joven/ oro
    beim Tequila Gold handelt es sich um einen Blend aus weißem und gealtertem Tequila.
  • Tequila aged/ reposado
    der Tequila Reposado reifte mindesten 2 Monate im Eicheholzfass.
  • Tequila extra-aged/ añejo
    vorgeschrieben ist eine Reifezeit von mindestens einem und maximal drei Jahren.
  • Tequila ultra-aged/ extra-añejo
    diese Kategorie gilt seit März 2006 und bezeichnet einen Tequila, der mindestens drei Jahre reifte.

Wie wird Tequila traditionell getrunken?

Tequila Sangrita© saveur.com

In Mexiko wird der Tequila traditionell ohne Zitrone und Salz getrunken.

In einigen Regionen ist es sehr beliebt, den Tequila mit Sangrita zu trinken da dieser gleichzeitig süß, sauer und würzig ist.

Meist besteht Sangrita zu ausgeglichenen Teilen aus Orangensaft und Grenadine (oder Tomatensaft) – in vielen Varianten findet sich zusätzlich etwas Chili.

Ein weiteres beliebtes Getränk ist der Bandera (Spanisch für Flagge). Warum Flagge? Die Flagge von Mexiko besteht aus drei Farben: weiß, rot und grün.

Der Bandera besteht folglich aus drei Schnapsgläsern mit Limettensaft (grün), weißem Tequila (weiß) und Sangrita (rot).

Tequila-Verkostung international

Tequila Blanco und Oro shots© gomeal.de

Außerhalb von Mexiko wird Tequila oft mit Salz und einer Scheibe Limette/Zitrone serviert. Dies nennt sich Tequila cruda und wird manchmal auch als Stützrad , lick-sip-suck oder lick-shoot-suck bezeichnet.

Die Trinker befeuchten ihren Handrücken, streuen das Salz darauf, lecken dies von der Hand, trinken den Tequila und beißen in die Fruchtscheibe.

Der Idee nach verringert das Salz das Brennen des Tequilas und durch die saure Frucht verbessert sich der Geschmack und selbiger wird ausbalancierter.

In Deutschland und einigen anderen Ländern wird Tequila Gold häufig mit Zimt auf einer Orangenscheibe konsumiert, während Tequila Blanco mit Salz und Zitrone bzw. Limette genossen wird.

Die perfekte Mischung: Tequila und Cocktails

Die Margarita ist DER Cocktail, der Tequila in den USA zu einer der beliebtesten Spirituosen macht. In der traditionellen Margarita finden sich Tequila, Cointreau und Limettensaft. Ein beliebter Cocktail in Mexiko ist das Paloma.

Auch eine Reihe von Martini-Varianten beinhalten Tequila, ebenso wie viele Cocktails auf Fruchtsaftbasis wie der Tequila Sunrise oder der Matador.

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